Eine unerwartete Begegnung
Als Jonah die lange, staubige Straße entlangfuhr, wurde seine Aufmerksamkeit von einer kleinen, grauen Gestalt erregt, die regungslos in der Mitte des Weges stand. Es war ein Nashornbaby, das vor der kargen Kulisse verwirrt und zerbrechlich aussah. Er machte sich Sorgen: Vielleicht hatte es sich zu weit von seiner Herde entfernt. Schnell überlegte Jonah, verlangsamte seinen Truck und stieg aus, um das junge Tier in Sicherheit zu bringen. Doch je näher er kam, desto mehr merkte er, dass etwas nicht stimmte. Das kleine Nashorn verhielt sich nicht wie ein verirrtes Tier – es bewegte sich kaum, als wäre es in Unsicherheit erstarrt. Jonahs Instinkte wurden unruhig, und als er in die großen, glasigen Augen blickte, lief ihm ein Schauer über den Rücken. Hinter diesem ängstlichen Blick steckte etwas, das die ruhige Straße plötzlich ganz falsch erscheinen ließ.

Eine unerwartete Begegnung
Die leere Straße
Jonah parkte seinen Truck und ließ den Motor abstellen. Das einzige Geräusch war das leise Flüstern des Windes, der den Staub aufwirbelte. Die endlose Straße lag still vor ihm, ohne ein einziges Lebenszeichen außer dem kleinen Nashorn, das allein in der Sonne stand. Das machte keinen Sinn – junge Nashörner wanderten selten ohne ihre Mütter, die dafür bekannt sind, dass sie sie sehr gut beschützen. “Wo ist deine Familie, Kleines?” Murmelte Jonah und scannte die trockenen Ebenen zu beiden Seiten. Seine Augen suchten nach Bewegung – vielleicht das Schnippen eines Ohres im Gras oder der Schatten einer größeren Gestalt in der Nähe – aber da war nichts außer Stille. Die Leere drückte gegen ihn und ließ die ganze Szene unheimlich inszeniert erscheinen, als ob die Anwesenheit des Babys Teil von etwas war, das er noch nicht verstehen konnte.

Die leere Straße

